MPA-Ratgeber · Schweiz

Welche MPA-Stelle
passt zu Ihnen?

Ein passendes Pensum ist ein Anfang. Entscheidend ist auch, wie sich die Stunden verteilen, welche Aufgaben Sie übernehmen und wie das Team zusammenarbeitet. Dieser Ratgeber hilft Medizinischen Praxisassistentinnen und Praxisassistenten, Stellen in der Schweiz zu vergleichen und die Bewerbung vorzubereiten.

Was soll Ihre nächste Stelle bieten?

Notieren Sie vor der Suche zwei oder drei Bedingungen, die für Sie entscheidend sind. So können Sie auch ein attraktiv formuliertes Inserat daran messen, ob die Stelle zu Ihrem Alltag passt.

Muss passen

Zum Beispiel: bestimmte Arbeitstage, ein tragbarer Arbeitsweg oder das gewünschte Pensum.

Wäre schön

Zum Beispiel: eine bestimmte Fachrichtung, ein Weiterbildungsangebot oder ein kürzerer Arbeitsweg.

Noch offen

Zum Beispiel: Dienstzeiten, Einarbeitung oder die genaue Verteilung Ihrer Aufgaben.

Ein einfacher Test: Können Sie zu einer Stelle nicht sagen, ob Ihre wichtigsten Bedingungen erfüllt sind, notieren Sie die fehlenden Antworten für das Gespräch.

Sechs Kriterien, die den Unterschied machen

MPA arbeiten unter anderem in Einzel- und Gruppenpraxen sowie in Spitälern. Zum Beruf gehören medizinische Assistenz, Labor, Röntgen, Empfang und Administration. Welche Aufgaben eine konkrete Stelle umfasst, hängt vom Betrieb und der Fachrichtung ab. Prüfen Sie deshalb das einzelne Inserat. Mehr zum Berufsbild

Pensum und Arbeitstage

Vergleichen Sie das Pensum mit der Verteilung auf die Woche. Klären Sie, ob feste Tage vorgesehen sind und wie viele Wochenstunden vereinbart werden. Die Prozentangabe allein beantwortet diese Fragen nicht.

«Auf welche Tage und Tageszeiten verteilt sich das Pensum?»

Aufgaben und Verantwortung

Achten Sie auf den tatsächlichen Mix aus Empfang, Administration und medizinisch-technischen Aufgaben. Welche Erfahrung wird vorausgesetzt? Welche Geräte, Abläufe oder Programme müssen Sie erst kennenlernen?

«Welche Aufgaben prägen meinen Alltag, und wofür werde ich eingearbeitet?»

Team und Einarbeitung

Eine Beschreibung wie «motiviertes Team» lässt vieles offen. Fragen Sie nach Ihrer Ansprechperson, der geplanten Einführung und den Zuständigkeiten. Auch Ferienvertretungen und die Zusammenarbeit bei hohem Patientenaufkommen sind relevant.

«Wer begleitet meine Einarbeitung, und wie sind Zuständigkeiten und Vertretungen geregelt?»

Arbeitszeiten und Planbarkeit

Öffnungszeiten sind nicht automatisch Ihre persönlichen Arbeitszeiten. Klären Sie Dienstbeginn und Dienstende, allfällige Abend- oder Wochenendeinsätze sowie den Vorlauf der Einsatzplanung.

«Wie sieht eine typische Arbeitswoche aus, und wann steht mein Einsatzplan fest?»

Lohn und weitere Bedingungen

Prüfen Sie die Bezugsgrösse einer Lohnangabe: Pensum, Wochenstunden und Anzahl Lohnzahlungen. Vergleichen Sie auch Ferien, vereinbarte Zulagen und die Unterstützung bei Weiterbildungen.

«Welcher Jahresbruttolohn und welche Wochenstunden gelten beim angebotenen Pensum?»

Arbeitsweg und Standort

Prüfen Sie den Weg von Tür zu Tür zu den tatsächlichen Arbeitszeiten. Bei geteilten Einsätzen oder wechselnden Standorten kann die tägliche Belastung anders ausfallen, als die Entfernung vermuten lässt.

«Arbeite ich an einem festen Standort, oder sind Einsätze an mehreren Orten vorgesehen?»

Beispiel · gleiche Prozentzahl, anderer Alltag

Zwei Stellen können beide mit 80 Prozent ausgeschrieben sein. Bei der einen verteilen sich die Stunden auf vier Tage, bei der anderen auf fünf kürzere Tage. Beides ist hier ein fiktives Beispiel: Entscheidend ist die konkret vereinbarte Verteilung.

Lohnangebote auf gleicher Basis vergleichen

Eine Monatsangabe allein reicht für einen Vergleich nicht aus. Lassen Sie sich den Jahresbruttolohn beim angebotenen Pensum nennen. Fragen Sie nach der Anzahl der Lohnzahlungen und danach, wie viele Wochenstunden als Vollzeit gelten. Rechnen Sie Angebote mit unterschiedlichem Pensum für den Vergleich auf dasselbe Pensum um und beachten Sie dabei auch die Wochenstunden.

Für das Lohngespräch bieten die kantonalen Lohnempfehlungen bei MPA Schweiz / FMH eine Orientierung. Beachten Sie das Jahr, den Kanton und die Annahmen der jeweiligen Empfehlung.

Denken Sie auch an Ihre Entwicklung: Welche Weiterbildung unterstützt der Arbeitgeber zeitlich oder finanziell, und welche Aufgaben könnten danach dazukommen? Die FMH-Übersicht zu Weiterbildungen hilft bei der Vorbereitung dieser Frage.

Zeigen Sie, was Sie für diese Stelle mitbringen

Richten Sie Ihr Dossier nach den Anforderungen im jeweiligen Inserat aus. Die folgende Checkliste hilft Ihnen bei der Vorbereitung:

  • Anforderungen abgleichen. Markieren Sie vorausgesetzte Abschlüsse und Kenntnisse. Klären Sie eine unklare zwingende Anforderung mit dem Arbeitgeber.
  • Relevante Erfahrung zeigen. Nennen Sie im Lebenslauf die Aufgaben, Fachrichtungen und Systeme, mit denen Sie tatsächlich gearbeitet haben.
  • Gewünschte Unterlagen beilegen. Halten Sie Abschlussnachweise, relevante Arbeitszeugnisse und verlangte Zusatznachweise bereit.
  • Bezug zur Stelle herstellen. Wenn eine Motivation verlangt wird, erläutern Sie kurz, welche ausgeschriebenen Aufgaben zu Ihrer Erfahrung und Ihrem Interesse passen.
  • Verfügbarkeit angeben. Nennen Sie Ihr gewünschtes Pensum und einen realistischen Eintrittstermin.
  • Vor dem Absenden prüfen. Stimmen Kontaktangaben, Dateinamen, Arbeitgeber und Stellenbezeichnung? Nutzen Sie den im Inserat angegebenen Bewerbungsweg.

Passende MPA-Stellen auf PraxTor finden

  1. MPA-Stellen öffnen und Region eingrenzen. Nutzen Sie «Ort oder Kanton» und prüfen Sie den gewählten Umkreis.
  2. Pensum und Vertragsart prüfen. Die Suche bietet «Teilzeit möglich» und «Vollzeit möglich». Das genaue Pensum und die Verteilung der Arbeitszeit klären Sie anhand des Inserats und im Gespräch.
  3. Inserat lesen und Bewerbung vorbereiten. Gleichen Sie Aufgaben und Anforderungen mit Ihrer Erfahrung ab. Bewerben Sie sich über den dort angegebenen Weg beim jeweiligen Arbeitgeber.

Neue MPA-Stellen per E-Mail

Auf der MPA-Stellenseite finden Sie das Job-Abo unter «Neue Stellen. Direkt in Ihr Postfach.». Wählen Sie die Berufskategorie MPA sowie täglich oder wöchentlich und tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse ein.

Zur Seite mit dem Job-Abo

Häufige Fragen zur MPA-Stellensuche

Kann ich mit einem Abschluss aus dem Ausland als MPA arbeiten?

Klären Sie die Anforderungen für Ihren Abschluss und die vorgesehene Tätigkeit. Die FMH-Informationen zu ausländischen Diplomen verweisen für die Anerkennung auf das SBFI. Besprechen Sie mit dem Arbeitgeber, welche Nachweise er für die konkrete Stelle benötigt.

Was hilft beim Wiedereinstieg?

Prüfen Sie, welche Kenntnisse die Stelle voraussetzt und wo Sie eine Auffrischung benötigen. Fragen Sie gezielt nach der Einführung in Geräte, Software und Abläufe. Beschreiben Sie Ihre bisherige Erfahrung und den gewünschten Wiedereinstieg konkret.

Was mache ich, wenn im Inserat kein Lohn steht?

Fragen Sie im ersten passenden Kontakt nach dem vorgesehenen Lohnrahmen und seiner Grundlage. So können Sie früh klären, ob Ihre Vorstellungen zum Angebot passen, und das weitere Gespräch vorbereitet führen.